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Anforderungen an Zinküberzüge

Der Überzug des verzinkten Teiles muss die Anforderungen der Norm EN ISO 1461 „Zinküberzüge, aufgebracht auf Stahl im Tauchverfahren (Verzinkung von Fertigteilen) - Anforderungen und Prüfungen (ISO 1461:1999)“ erfüllen.

Beschaffenheit des Überzuges auf Produkten, die Anforderungen an zur Verzinkung von Fertigteilen vorgesehenen Teilen erfüllen:

Die Überzugsoberfläche soll ununterbrochen und mangelfrei sein.

Bei Teilen, die unkorrekt hinsichtlich des Verzinkungsverfahrens konstruiert wurden, können Asche und Flussmittelrückstände entstehen. Ihre Entfernung erfolgt nach Absprache.

Bei Teilen, die mit unterbrochener Naht oder Punktschweißen verbunden wurden, und überlappten Oberflächen kann zum Ausfließen von Ätzungsmittelrückständen kommen. Sie können ferner rostige Flecken auf dem Zinküberzug an Verbindungsstellen hervorrufen.

Bei kalt geformten Profilen können Bandverdickungen des Zinküberzuges vorkommen. Dies vermindert die Antikorrosionswirkung des Überzuges nicht.

Das Vorhandensein von Überflüssen ist an den Stellen des Zinkausflusses zulässig.

Das Vorhandensein von scharfen Zinkspitzen und Absplitterungen ist unzulässig. Diese Mängel sollen von der Verzinkerei beseitigt werden.

Weiße Schicht (weißer Rost) auf dem Überzug ist kein Fehler und kein Reklamationsgrund.

Im Falle von Stahl mit einem ungünstigen Siliziumgehalt kann die Eisen-Zink-Reaktion besonders schnell verlaufen und die ganze Schicht aus Legierungsschichten bestehen. Folge von diesem Effekt ist eine raue Schicht, deren Farbe von dunkelgrau bis aufgrund von Wetterbedingungen braun sein kann.

Die Verzinkerei ist nicht verpflichtet, die Elemente, die während des Verzinkens verformt wurden, gerade zu richten.

Die Kalibrierung der Öffnungen und Gewinde wird von der Verzinkerei nicht durchgeführt.

Im Falle von Uneinheitlichkeit der äußeren Oberfläche des zu verzinkenden Teiles (chemische Zusammensetzung, Oberflächenstruktur, Verschmutzung, die bei der chemischen Behandlung nicht zu entfernen ist) kann sich der Zinküberzug auf dem Teil unterscheiden.

Die besonderen Anforderungen bezüglich der Form der Zinkoberfläche oder der Schichtdicke müssen mit der Verzinkerei schriftlich vereinbart werden.

Bei Höhlenkonstruktionen (unzugänglichen Nischenkonstruktionen) beziehen sich oben genannte Anforderungen nicht auf Innenoberflächen, sondern nur auf Außenoberflächen.

Achtung: Unebenheiten der Grundwerkstoffoberfläche (Stahl), z.B. Narben, Riefen, Eintiefungen in Nähten, Korrosionsnarben, Schichtungen, Abblätterungen, Schweißnähte werden nach der Feuerverzinkung noch deutlicher sichtbar.

Schichtdicke

Die Schichtdicke des Zinküberzuges soll den in der Tabelle Nr. 2 angegebenen Werten entsprechen. Es gibt keine Begrenzung für maximale Überzugsdicke, es sei denn, der Anwendungsbereich des Teiles (seine Funktionalität) wird dadurch beschränkt.

Die besonderen Anforderungen bezüglich der Schichtdicke müssen mit der Verzinkerei schriftlich vereinbart werden.

Haftfestigkeit der Überzüge

Der Überzug soll elastisch sein und dabei gut am Grundmaterial haften, um Belastungen bei normaler Anwendung der verzinkten Teile aushalten zu können. Bei Teilen, die den größeren mechanischen Belastungen unterliegen, sind ausführliche Vereinbarungen in Bezug auf entsprechende Materialen und Formen durchzuführen.